Mehr Börsengänge im Gesundheitssektor

Eine wachsende Zahl von Gesundheitsunternehmen plant in diesem Jahr einen Börsengang (IPO). In Deutschland ist das Pharma-Unternehmen Stada weiterhin ein Kandidat, internationale Beispiele sind Asker Healthcare (Schweden) und Kestra Medical Technologies (USA). Aktive Fonds können im Gegensatz zu ETFs gezielt ab dem ersten Tag investieren. Das bietet Chancen, erfordert aber eine genaue Analyse. Wichtig ist zum Beispiel, wie ein Unternehmen das neue Kapital nutzen will. Auch der Zeithorizont ist relevant: Oft folgt erst eine Phase mit Kursverlusten, die sich langfristig ausgleichen kann. Ob sich ein Einstieg beim IPO lohnt, hängt also vom Einzelfall ab. Die Liste der Kandidaten für 2025 ist lang.  

Beispiele für aktuelle IPOs der Gesundheitsbranche in Europa und den USA

Mehr Fusionen und Übernahmen

Daneben zeichnet sich eine Welle von Übernahmen und Fusionen ab (M&A): Laut Goldman Sachs soll ihre Zahl 2025 um 25 Prozent steigen. Viele große börsennotierte Unternehmen suchen gezielt nach Innovationen, um ihr Portfolio zu erweitern. Seit Jahresbeginn gab es im Gesundheitssektor über 200 Übernahmen von insgesamt über 8 Milliarden US-Dollar, weitere Deals von insgesamt über 50 Milliarden US-Dollar wurden angekündigt. Ein Grund sind Patentabläufe: Bis 2030 verlieren Pharmafirmen den Patentschutz auf Medikamente im Wert von über 200 Milliarden US-Dollar, bis 2035 könnte sich dieser Wert verdoppeln. M&A sind daher ein zentraler Teil der Innovationsstrategie großer Pharmakonzerne. Sie ergänzen ihre Forschung und sichern sich langfristig Wettbewerbsvorteile. Attraktive Bewertungen kleinerer Biotech-Unternehmen und hohe Liquiditätsreserven begünstigen das. Daneben gibt es auch Private-Equity-Investoren, die Unternehmen kaufen und von der Börse nehmen. In Deutschland geschieht dies zum Beispiel gerade mit CompuGroup Medical und Nexus.  

Fünf Beispiele für Healthcare-Deals 2025

Börsengänge und M&A als Investmentchance?

Börsengänge und Übernahmen erhöhen die Dynamik im Gesundheitssektor. IPOs eröffnen neue Anlagemöglichkeiten, erfordern aber eine genaue Analyse. Übernahmen wiederum können attraktive Kurschancen bieten, wenn frühzeitig investiert wird. Gesundheitsaktien bleiben ein spannendes Feld mit selektiven Chancen für aktive Investments. 

Maxim Dimitruk

Portfoliomanager Healthcare bei der Apo Asset Management GmbH (apoAsset)
Maxim Dimitruk ist Portfoliomanager Healthcare mit Schwerpunkt Gesundheitsfonds bei der Apo Asset Management GmbH (apoAsset). Zuvor war er als Fondsmanager für globale Strategien bei der Bethmann Bank tätig. Zu seinen früheren Stationen zählte unter anderem der Bereich Corporate Banking, insbesondere im Technologie- und Immobiliensektor, bei der niederländischen Großbank ABN AMRO. Er besitzt eine breite Expertise im Fondsmanagement und der Unternehmensanalyse. Maxim Dimitruk verfügt zudem über einen Abschluss als Master of Science in internationaler Betriebswirtschaftslehre.

Thomas Vorlicky

Mitglied der Geschäftsführung der Medical Strategy GmbH
Thomas Vorlicky ist Mitglied der Geschäftsführung der Medical Strategy GmbH. Nach seinem BWL-Studium übernahm er verschiedene Positionen bei der UniCredit Bank AG – HypoVereinsbank. 2020 wechselte er als Leiter Vertrieb, Marketing und Nachhaltigkeit zur Medical Strategy GmbH, seit 2024 ist er dort Geschäftsführer.