Künstliche Intelligenz verändert die Medizin bereits heute – allerdings weniger spektakulär als oft dargestellt. Prof. Dr. Iris Löw-Friedrich beschreibt KI als wichtiges Werkzeug entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Wirkstoffforschung über klinische Studien bis zur Produktion. Voraussetzung bleiben große, hochwertige Datensätze und erfahrene Experten. „Der Mensch bleibt der relevante Entscheidungsträger.“ Die Hoffnung richtet sich auf kürzere Entwicklungszeiten, geringere Risiken und sinkende Kosten. Belegt ist das bislang jedoch nicht. „Noch hat kein Unternehmen nachgewiesen, dass KI die Profitabilität deutlich erhöht.“ Portfolio-Manager Kai Brüning sieht deshalb vor allem große Pharma- und Medizintechnikunternehmen im Vorteil. Sie verfügen über Kapital, Daten und Übernahmekraft. Einzelne KI-Spezialisten bleiben dagegen chancenreich, aber volatil. Beide Experten erwarten keinen einzelnen Gewinner. „Die Zukunft liegt im Zusammenspiel von Pharma, Medizintechnik und Technologie.“
Börsenradio: KI in der Medizin: „Die Zukunft liegt im Zusammenspiel von Pharma, Medizintechnik und Technologie“
Prof. Iris Löw-Friedrich, MItglied des wissenschaftlichen Beirats der Apo Asset Management GmbH (apoAsset) und Kai Brüning, Senior Portfoliomanager apoAsset, im Gespräch mit Börsenradio-Moderator Andreas Groß.
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