Wenn Ernährung Teil der Therapie wird
In der Medizin spielte das Thema lange eine unterschätzte Rolle, doch das beginnt sich zu verändern. Unter dem Begriff „Food as Medicine“ (FaM) entsteht ein Markt zwischen Prävention, Behandlung und digitaler Gesundheitsversorgung. Gemeint sind nicht Proteinriegel oder kurzfristige Diäten, sondern wissenschaftlich fundierte Ansätze: zum Beispiel medizinisch abgestimmte Mahlzeiten bei Diabetes, spezielle Kost für Krebskranke oder digitale Programme zur Begleitung von Adipositas-Therapien. Damit sollen Krankheiten früher, alltagsnäher und günstiger verhindert oder begleitet werden.
Wie Daten Ernährung personalisieren
Viele der innovativsten Modelle entstehen derzeit in den USA. Verschiedene Start-ups verbinden Essverhalten mit Datenanalysen, Telemedizin und kontinuierlicher Betreuung. Unternehmen wie Omada Health entwickeln digitale Programme zur Begleitung von Menschen mit Diabetes oder Adipositas. Glukosesensoren können zeigen, wie sich bestimmte Mahlzeiten auf den Blutzucker auswirken. Andere Anbieter kombinieren Mikrobiom-Analysen und personalisierte Empfehlungen.
Ein noch junger Teilbereich sind Nutrigenomik-Unternehmen, die genetische Analysen mit individuellen Ernährungsstrategien verbinden. Noch fehlen einheitliche Marktdefinitionen. Allein der Markt für personalisierte Ernährung soll bis 2030 weltweit auf über 30 Milliarden US-Dollar wachsen, im Schnitt rund 14 Prozent pro Jahr (Quelle: Markets and Markets, Stand 2025). Damit entstehen neue Investment-Chancen für Anlegerinnen und Anleger.
Auch große Konzerne positionieren sich
Inzwischen reagieren auch etablierte Unternehmen. Medizintechnik-Unternehmen wie Abbott, Dexcom oder Medtronic verbinden kontinuierliche Glukosemessung zunehmend mit digitalen Stoffwechsel- und Ernährungsdaten. Lebensmittel- und Gesundheitskonzerne wie Danone aus Frankreich, Nestlé Health Science aus der Schweiz, Fresenius Kabi aus Deutschland oder Ajinomoto aus Japan bauen ihr Angebot für medizinische und funktionelle Nahrung aus. Gleichzeitig entstehen neue Plattformmodelle: Unternehmen wie Season Health verbinden Beratung, Gesundheitsdaten und Prävention.
Innovation trifft Kapitalmarkt
Ernährung als Medizin könnte sich zu einem relevanten Investitionsthema entwickeln. Der Markt ist zwar teilweise noch jung, einige Bereiche wie medizinische Spezialernährung oder Diabetes-Monitoring sind jedoch bereits etabliert. Nicht jede Vision wird wirtschaftlich und wissenschaftlich tragfähig sein. Entscheidend wird daher sein, welche Unternehmen medizinischen Nutzen mit tragfähigen Geschäftsmodellen verbinden. Einige der spannendsten Gesundheitsunternehmen könnten künftig nicht nur Therapien unterstützen, sondern auch dazu beitragen, dass Menschen länger gesund bleiben.
Warum Ernährung zum Gesundheitstrend für Anleger wird
- „Food as Medicine“ entwickelt sich zu einem neuen Wachstumsfeld im Gesundheitssektor.
- Ernährung wird zunehmend Teil medizinischer Therapien, etwa bei Diabetes, Adipositas und Krebs.
- Digitale Technologien wie Glukosesensoren, Gesundheitsdaten und personalisierte Ernährungsprogramme treiben die Entwicklung.
- Der Markt für personalisierte Ernährung soll bis 2030 auf über 30 Mrd. US-Dollar wachsen.
- Chancen bieten sowohl innovative Start-ups als auch etablierte Unternehmen aus Medizintechnik und medizinischer Ernährung.
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Lars Haugwitz, GFD – Gesellschaft für Finanzkommunikation mbH,
Telefon +49 69 97124734, E-Mail Haugwitz@gfd-finanzkommunikation.de
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Apo Asset Management GmbH
Die Fondsanlagegesellschaft Apo Asset Management GmbH (apoAsset) ist auf Gesundheit und Multi Asset spezialisiert. Seit 1999 entwickelt und managt das Unternehmen Fonds und Investment-Lösungen für die private und institutionelle Geldanlage und wurde dafür vielfach ausgezeichnet. Zusammen mit der Beteiligung Medical Strategy GmbH verwaltet apoAsset ein Anlagevermögen von rund 3,9 Milliarden Euro. Ihre Multi-Asset-Fonds schöpfen aus einem globalen Netzwerk mit rund 400 Fondsgesellschaften. Die Gesundheitsfonds profitieren von einem breiten interdisziplinären Kompetenznetzwerk. Dazu gehören die Fondsmanagement-Teams der apoAsset und Medical Strategy GmbH, ein wissenschaftlicher Beirat sowie die Gesellschafter Deutsche Apotheker- und Ärztebank eG (apoBank) und Deutsche Ärzteversicherung AG. Weitere Informationen unter www.apoasset.de.