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FACHBEGRIFFE ZU FONDS UND GELDANLAGE

In dieser Rubrik finden Sie kurze Erläuterungen zu Fachbegriffen rund um Investment-Fonds. Diese Rubrik wird nach und nach ausgebaut.

Breakeven-Inflationsrate

Renditeabstand zwischen einer nominalen Anleihe und einer inflationsindexierten Anleihe mit gleicher (oder möglichst ähnlicher) Laufzeit (Quelle: EZB).

Deflation

Starker und anhaltender Rückgang der Preise einer sehr breiten Palette von Konsumgütern und verbrauchernahen Dienstleistungen, der sich in Erwartungen verfestigt (Quelle: EZB).

Dividendenwerte

Wertpapiere, die Eigentumsrechte an Kapitalgesellschaften repräsentieren, zum Beispiel börsennotierte und nicht börsennotierte Aktien und sonstige Anteilsrechte. Sie erbringen in der Regel Erträge in Form von Dividenden (Quelle: EZB).

EONIA (Euro Overnight Index Average)

Auf der Basis effektiver Umsätze berechneter Durchschnittszinssatz für Tagesgeld im Euro-Interbankengeschäft. Er wird als gewichteter Durchschnitt der Sätze für unbesicherte Euro-Übernachtkontrakte berechnet, die von von einer Gruppe bestimmter Institute im Euro-Währungsgebiet gemeldet werden (Quelle: EZB).

EURIBOR (Euro Interbank Offered Rate)

Durchschnittszinssatz, zu dem ein als erstklassig eingestuftes Kreditinstitut bereit ist, einem anderen Kreditinstitut mit höchster Bonität Euro-Gelder zur Verfügug zu stellen. Der EURIBOR wird täglich anhand der Zinssätze ausgewählter Banken für Laufzeiten von bis zu zwölf Monaten berechnet (Quelle: EZB).

Implizite Volatilität

Erwartete Volatilität (Standardabweichung) der Veränderungsrate des Preises eines Vermögenswerts, zum Beispiel einer Aktie oder Anleihe. Die implizite Volatilität kann anhand von Optionspreismodellen abgeleitet werden aus dem Preis und der Fälligkeit des Vermögenswerts, aus dem Ausübungspreis der Optionen auf diesen Wert sowie aus der risikofreien Rendite (Quelle: EZB).

Inflation

Anstieg des allgemeinen Preisniveaus, zum Beispiel des Verbraucherpreisindex (Quelle: EZB).

Inflationsindexierte Staatsanleihen

Schuldverschreibungen der öffentlichen Haushalte, bei denen Kuponzahlungen und Kapitalbetrag an einen bestimmten Verbraucherpreisindex gekoppelt sind (Quelle: EZB).

Investmentfonds

Als Begriffsdefinition nach deutschem Recht "Sondervermögen". Es wird von einer "Kapitalverwaltungsgesellschaft" verwaltet und von einer von ihr unabhängigen "Verwahrstelle" verwahrt. "Sondervermögen" bedeutet, dass es streng getrennt vom eigenen Vermögen der Investmentgesellschaft zu halten ist. Bei Investmentfonds wird das mit einem einzelnen Wertpapier verbundene Risiko dadurch vermindert, dass viele verschiedene Wertpapiere gekauft werden. Wenn sich unter 100 Wertpapieren eines weniger gut entwickelt, beeinflusst es die Performance der Anlage weniger, als wenn es die einzige Geldanlage wäre (Quelle: BVI).

Kapitalverwaltungsgesellschaft

Kapitalverwaltungsgesellschaften sind Unternehmen, deren Hauptzweck in der Verwaltung von Sondervermögen oder in der Verwaltung von Sondervermögen und der individuellen Vermögensverwaltung besteht (Quelle: BVI).

Leitzinsen der EZB

Zinssätze, die vom EZB-Rat festgelegt werden und den geldpolitischen Kurs der EZB widerspiegeln. Hierbei handelt es sich um den Zinssatz für die Hauptrefinanzierungs-Geschäfte, die Spitzenrefinanzierungs-Fazilität und die Einlagefazilität (Quelle: EZB).

Schuldverschreibung

Versprechen des Emittenten (Schuldners), dem Inhaber (Gläubiger) (eine) Zahlung(en) zu einem oder mehreren bestimmten Terminen zu leisten. In der Regel sind Schuldverschreibungen festverzinslich (mit einem Kupon ausgestattet) und/oder werden mit einem Abschlag vom Nennwert verkauft. Schuldverschreibungen mit einer Ursprungslaufzeit von mehr als einem Jahr werden als langfristig eingestuft (Quelle: EZB).

Sicherheiten

Vermögenswerte, die als Kreditrückzahlungsgarantie verpfändet bzw. anderweitig übertragen werden sowie im Rahmen von Rückkaufsvereinbarungen veräußert werden. Für befristete Transaktionen des Eurosystems verwendete Sicherheiten müssen bestimmte Zulassungskriterien erfüllen (Quelle: EZB).

Verbriefung

Transaktion, bei der ein Vermögenswert oder ein Pool von Cashflow erzeugenden Vermögenswerten (häufig Buchkredite) übertragen wird: vom Originator (i. d. R. ein Kreditinstitut) auf eine finanzielle Mantelkapitalgesellschaft. 

Letztere wandelt die Vermögenswerte dann in marktfähige Wertpapiere um. Dies geschieht, indem sie festverzinsliche Wertpapiere emittiert, deren Tilgungs- und Zinszahlungen durch den vom Forderungspool erzeugten Cashflow bedient werden (Quelle: EZB).

Verwahrstelle

Um einen verstärkten Anlegerschutz zu gewährleisten, darf die Kapitalverwaltungsgesellschaft die Vermögensgegenstände der von ihr aufgelegten Sondervermögen nicht selbst verwahren. Stattdessen muss sie damit ein Kreditinstitut als Verwahrstelle beauftragen.

Diese verwahrt die Vermögensgegenstände auf eigens dafür eingerichteten Sperrkonten oder Sperrdepots - getrennt vom Vermögen der Kapitalverwaltungsgesellschaft. Außerdem übernimmt die Verwahrstelle die Ertragsausschüttungen, die Ausgabe und Rücknahme von Anteilscheinen und die Ermittlung der Ausgabe- und Rücknahmepreise. 

Für ihre Tätigkeit erhält die Verwahrstelle von der Kapitalverwaltungsgesellschaft ein aus dem Fondsvermögen zu zahlendes Entgelt. Dieses besteht in der Regel aus einer Depotgebühr für die Verwahrung des Fondsvermögens sowie einer Verwahrstellengebühr für ihre Durchführungs- und Kontrollaufgaben (Quelle: BVI).

Volatilität

Maß für die Schwankungsbreite eines Wertpapierkurses oder Indexes um seinen Mittelwert in einem festen Zeitraum. Ein Wertpapier wird als volatil bezeichnet, wenn sein Kurs relativ starken Schwankungen innerhalb eines recht kurzen Zeitraumes unterliegt. Je höher die Volatilität, desto risikoreicher ist ein Fonds.

Für Anleger besteht dadurch eine Chance auf schnelle Kursgewinne, andererseits aber auch das Risiko auf schnelle Verluste. Ein Anlageplan mit regelmäßigen Einzahlungen nutzt die Volatilität der Wertpapiere positiv aus, da die Anteile zu unterschiedlichen Ausgabepreisen mit einem aber insgesamt günstigeren Durchschnittspreis (Cost-Average-Effekt) gekauft werden (Quelle: BVI).

Zinsstrukturkurve

Graphische Darstellung des Verhältnisses von Zinssatz bzw. Rendite und Restlaufzeit von hinreichend homogenen Schuldverschreibungen mit unterschiedlichen Fälligkeiten zu einem gegebenen Zeitpunkt. Die Steigung der Zinsstrukturkurve lässt sich als die Differenz zwischen den Zinssätzen für zwei ausgewählte Restlaufzeiten berechnen (Quelle: EZB).